Swiss Life baut 600 Stellen ab – Reingewinn steigt auf 649 Millionen
von belmedia Redaktion -schweizweit Business business24.ch businessaktuell.ch Europa Magazine Management nachrichtenticker.ch News Orte Produkte Regionen Schweiz Schweiz Service Themen Unternehmen Verbreitung Wirtschaft
Swiss Life kündigt einen umfangreichen Stellenabbau an. Der Versicherungskonzern will bis Ende 2028 rund 600 Stellen reduzieren. Etwa die Hälfte davon entfällt auf Swiss Life in der Schweiz, die andere Hälfte auf Swiss Life Asset Managers, vor allem im Ausland. Gleichzeitig präsentiert der Konzern starke Halbjahreszahlen: Der Reingewinn stieg um 8 Prozent auf 649 Millionen Franken.
Swiss Life begründet den Personalabbau mit dem Ziel, das Geschäft auch über 2027 hinaus profitabel auszubauen und die operative Effizienz zu steigern. Eine wichtige Rolle spielt dabei die fortschreitende Digitalisierung.
Ein grosser Teil der Stellen soll über natürliche Fluktuation verschwinden. Massenentlassungen von 600 Mitarbeitenden sind deshalb nicht angekündigt.
Rund 300 Stellen in der Schweiz betroffen
Von den insgesamt rund 600 Stellen, die bis Ende 2028 wegfallen sollen, befindet sich ungefähr die Hälfte bei Swiss Life in der Schweiz. Die übrigen Stellen betreffen Swiss Life Asset Managers und dort hauptsächlich Standorte ausserhalb der Schweiz.
Mit der Umsetzung hat das Unternehmen bereits begonnen. Durch die selektive Besetzung offener Stellen seien im Rahmen des Programms bereits rund 100 Positionen reduziert worden.
Bis Ende 2026 erwartet Swiss Life einen weiteren Abbau von rund 100 Stellen. Betroffene Mitarbeitende sollen bei ihrer beruflichen Neuorientierung individuell begleitet und unterstützt werden.
Digitalisierung soll Effizienz erhöhen
Swiss Life verbindet die Massnahmen ausdrücklich mit einer stärkeren Digitalisierung des Geschäfts. Prozesse sollen effizienter gestaltet und neue Marktchancen schneller genutzt werden können.
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Gewinne steigen gleichzeitig deutlich
Der angekündigte Stellenabbau erfolgt nicht vor dem Hintergrund eines Verlustes. Im Gegenteil: Swiss Life konnte ihre Ergebnisse im ersten Halbjahr 2026 verbessern.
Der Betriebsgewinn erreichte 967 Millionen Franken. Das entspricht einem Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert beziehungsweise 8 Prozent in lokaler Währung.
Der Reingewinn erhöhte sich um 8 Prozent auf 649 Millionen Franken. Das Fee-Ergebnis stieg in lokaler Währung um 11 Prozent auf 430 Millionen Franken. Die Prämieneinnahmen beliefen sich auf 12,3 Milliarden Franken.
Auch die Eigenkapitalrendite entwickelte sich deutlich nach oben. Sie lag im ersten Halbjahr bei 20,2 Prozent, nachdem sie im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch 17,6 Prozent betragen hatte.
Neuer Aktienrückkauf über 250 Millionen Franken
Zusätzlich kündigte Swiss Life ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Zwischen dem 1. Oktober 2026 und Ende März 2027 sollen eigene Aktien im Umfang von 250 Millionen Franken zurückgekauft werden.
Ein vorheriges Rückkaufprogramm über 750 Millionen Franken war Ende Mai abgeschlossen worden.
Swiss Life beschäftigt insgesamt rund 11’000 Mitarbeitende. Der geplante Abbau von rund 600 Positionen entspricht damit einem bedeutenden Umbau der Organisation. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Geschäftszahlen, dass der Konzern wirtschaftlich stark dasteht.
Für die kommenden Jahre verfolgt Swiss Life damit zwei Ziele parallel: weiteres profitables Wachstum und eine schlankere Organisation. Bis Ende 2028 soll dieser Umbau mit rund 600 Stellen weniger abgeschlossen sein.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Systembild – Titelbild – KI-generiert